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Expedition Quest und Tod

Ende 1920 unternahm Shackleton einen weiteren Versuch, eine Expedition zusammenzustellen. Diesmal legte er den Schwerpunkt nach Norden und hoffte, Amundsen beim Wettlauf um den Nordpol zuvorzukommen. Tatsächlich konnte er nach einiger Zeit die Finanzierung sicherstellen. Allerdings verhinderte eine Reihe von Verzögerungen, dass er rechtzeitig vor dem arktischen Winter starten konnte, und so überzeugte er seine Geldgeber, stattdessen eine neuerliche Expedition in die Antarktis durchzuführen.

Die «Quest» verliess am 17. September 1921 London, und eine jubelnde Menschenmenge winkte ihnen von den Piers zu. An Bord waren einige der Teammitglieder der Expedition Endurance: Frank Wild, J. A. McIlroy, der Schiffsarzt, und Tom Green, der Koch. Auch Hussey, Macklin, Mclead und Kerr sowie Worsley, der wieder als Kapitän diente, waren Shackletons Ruf gefolgt. Die «Quest» hatte kein konkretes Expeditionsziel, vielmehr schien es zu einer Art Erinnerungsreise für die ehemaligen Expeditionsteilnehmer zu werden. Sie legten in South Georgia an der Station von Grytviken an, dem Hafen, an dem sie während der «Expedition Endurance» einen Monat auf besseres Wetter gewartet hatten und mit ihren Schlittenhunden trainierten.
In der Nacht des 5. Januar verstarb Shackleton an einem schweren Herzanfall. Er wurde in Grytviken auf Anordnung seiner Ehefrau Emily zwischen den Gräbern norwegischer Walfänger begraben. Sie entschied, dass er da seine letzte Ruhe finden sollte, wo er sich am wohlsten gefühlt habe. Vermutlich litt Shackleton zeitlebens unter einem Herzleiden. Er suchte jedoch nie einen Arzt auf, weil er vermutlich Angst hatte, dass dieser ihm seine Expeditionen verbieten könnte.

Shackletons-Grab